Jürgen Brôcan – Das zersplitterte Licht

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Lieferzeit 2-3 Tage, 112 Seiten, Hardcover

ISBN: 978-3-946574-43-9

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Beschreibung

Ein Licht, das zersplittert, führt in eine surreal anmutende Welt. In physikalischer Hinsicht meint es die Vielfalt der prismatischen Farben, wie sie etwa in Gemälden auf der Leinwand zur Geltung kommen; in metaphorischer Hinsicht wäre das zersplitterte Licht eines, das gebrochen ist, dunkel, melancholisch und verstört. Die meisten Texte des neuen Gedichtbands von Jürgen Brôcan sind von realen Gemälden angeregt, erweitern aber die Bildbeschreibung, wie sie z.B. schon Philostratos in seinen „Eikónes“ exemplarisch umgesetzt hat, auf verschiedene Weise: Mal schwanken die Texte eher in Richtung Lyrik, mal eher in Richtung einer komprimierten Erzählung; sie verbinden die Eleganz, wie sie das französische Prosagedicht verkörpert, mit narrativen Strukturen, die Geheimnisvolles erklären, gleichzeitig wiederum auch verschleiern. Durch ungewohnte Perspektiven werden Erklärungen und Interpretationen aus der Kunstgeschichte auf den Kopf gestellt. Surreale Momente entstehen, die unser gegenwärtiges Gefühl von Bedrohung und Angst, von Fremdheit und Ausgeliefertheit verkörpern. Auf diese Weise können die alten Meister wieder ganz lebendig und aktuell sein. Doch auch positive Umdeutungen geschehen, denn das von der Kunst zersplitterte Licht ist eines, das die Buntheit der Welt nachdrücklich betont. So präsentiert dieses Buch insgesamt ein Fest der Phantasie mit einem philosophischen und zuweilen gesellschaftskritischen Hintersinn.

Jürgen Brôcan, geboren 1965 in Göttingen, lebt seit 2003 in Dortmund als Lyriker, Essayist, Übersetzer, Literaturkritiker und Herausgeber der edition offenes feld (eof). Er hat Robinson Jeffers, Marianne Moore, Walt Whitman, Ralph Waldo Emerson, Nathaniel Hawthorne, John Muir, Aldo Leopold, Denise Levertov, René Char, Georges Schehadé, Ranjit Hoskoté, Arundhati Subramaniam, Kaveh Akbar und viele andere ins Deutsche übertragen. Zu seinen Auszeichnungen gehören neben zahlreichen Stipendien der Paul-Scheerbart-Preis und der Literaturpreis Ruhr.

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