Die Zeit ist kein Fluss – Luis García Montero

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Lieferzeit 2-3 Tage, 251 Seiten, Hardcover, zweisprachige Ausgabe.

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Beschreibung

Aus dem Spanischen von André Bastian. Illustrationen: Sophia de Juan. Mit einem Vorwort des Autors und einem Nachwort des Übersetzers.

Luis García Montero, Jahrgang 1958, gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Gegenwartslyrik in spanischer Sprache. Der Dichter, Essayist und Romancier lehrt an der Universität von Granada Spanische Literatur. Sein Werk wurde mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet. Als einer der Hauptvertreter der „Erfahrungslyrik“ ankert seine Dichtung in alltäglichen Erfahrungen, um sich aus diesem Blickwinkel erneut einer Reihe klassischer Themen der Lyrik wie dem Lauf der Zeit, der Liebe und der Flüchtigkeit des Glücks zu nähern.

Der vorliegende zweisprachige Band bietet erstmals auch in deutscher Übersetzung eine umfassende Auswahl aus allen Schaffensperioden García Monteros sowie fünf für diesen Band entstandene bisher unveröffentlichte Gedichte.

Unter dem kalten Regen einer Vorstadtsiedlung,
bei einem mit Gewitter vollgepumpten Himmel
und unter randständigen Wolken.

Denn diese Liebe ausgeborgter Schlüssel umfängt uns
mit einer provisorischen Vertrautheit,
Wänden, die nie Gesellschaft leisten,
und Gegenständen wie Eulen in der Dunkelheit.

Das
sind die traurigsten Betttücher der Welt.
Schau,
wie die Menschen leben.

Luis García Montero (*1958)
ist Schriftsteller und Universitätsprofessor für Spanische Literatur an der Universidad de Granada. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Gegenwartslyrik in spanischer Sprache. Mehrere seiner zahlreichen Lyrikbände (u.a. Diario cómplice (1987), Las flores del frío (1991), Habitaciones separadas (1994), La intimidad de la serpiente (2003) und A puerta cerrada (2017) wurden mit wichtigen Literaturpreisen ausgezeichnet (u.a. Premio Loewe (1993), Premio Nacional de Poesía (1994), Premio Nacional de la Crítica (2003), Premio de la Crítica de Andalucía (2008), Premio Poetas del Mundo Latino (2010), Premio Internacional de Poesía Ramón López Velarde (2017) und Premio Letterario Internazionale Carlo Betocchi-Città di Firenze (2020). Als Essayist hat García Montero zahlreiche Bücher und Aufsätze vor allem zur zeitgenössischen europäischen Lyrik veröffentlicht. Er hat zudem mehrere Romane (zuletzt Alguien dice tu nombre , 2014) verfasst und kritische Editionen u. a. der Werke Lorcas, Rosales’, Barrals und Albertis herausgegeben. Mit letzterem verband ihn eine enge Freundschaft bis zu dessen Tod 1999. García Montero zählt außerdem zu den einflussreichsten Intellektuellen im gegenwär­tigen Spanien. Seit 1994 teilt er sein Leben mit der spanischen Schriftstellerin Almudena Grandes. Im Juli 2018 wurde er zum General­direktor des spanischen Kulturinstituts ‚Instituto Cervantes‘ ernannt.

André Bastian (*1969)
ist deutsch-australischer Theaterregisseur, Dramaturg und Übersetzer. Nach längeren Aufenthalten außerhalb Deutschlands (Spanien, 1992-1998 und Australien, 2006-2020) lebt er heute als Gymnasiallehrer mit seinem Mann in Mecklenburg-Vorpommern. Zwischen 2007 und 2020 war er Lehrbeauftragter für Spanische und Deutsche Sprache und Kultur an der University of Melbourne und der Monash University (Australien). 2014 wurde er an der Monash University mit einem Thema zu Elfriede Jelinek in angewandter Theaterwissenschaft promoviert. 1998 erlangte er seinen Licenciado in Hispanischer Philo­logie an der Universidad de Granada (Spanien). Dort studierte er u.a. bei Luis García Montero, mit dem ihn seither eine persönliche und künstlerische Freundschaft verbindet.

Sofía de Juan (*1978)
ist Licenciada in Bildener Kunst der Universidad Complutense in Madrid (Spanien, 2002), Künstlerpädagogin, Forscherin und Kulturmanagerin. Sie ist Teil des Teams für Bildung und Mediation des Museo del Prado in Madrid und Direktorin des Kollektivs Plataforma Indómita. Seit über zwanzig Jahren illustriert sie Werke von Autoren wie Juan Bonilla und Roger Wolfe und wurde mit zahlreichen Stipendien und Künstlerresidenzen ausgezeichnet: u.a. Fundaciones por el Clima 2020 (Asociación Española de Fundaciones), Espacio Convergente 2018 (Plena Inclusión + Fundación Repsol) und Resistencies Artístiques 2018 (Consorci de Museus). Ihre Werke finden sich in Sammlungen wie Wallace K. Harrison Estate, Ayuntamiento de Sant Joan und Comunidad de Madrid.

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